2013

Gegensätzliches an einem Strang

Sächsische Zeitung, Christine Bödicker

Zwei Musikstudenten gründen eine neue Schüler-Big-Band in Dresden.
Sie wollen Kindern den Jazz näherbringen.

Schon seit einigen Jahren spuckte Philipp Schoof die Idee im Kopf herum. Er malte sich Pläne aus, verwarf sie wieder, war mit anderem beschäftigt. Wie das so ist. Bis sein Vater schließlich sagte: "Mach doch einfach mal." Das war im Februar. Setdem hat Philipp Schoof viel Zeit investiert, um seine Idee von der Gründung einer Schüler-Big-Band in Dresden zu verwirklichen.
Der 25-ährige studiert seit 2009 an der Hochschule für Musik, Schwerpunkt Saxofon. Er hat in den Landesjugendjazzorchestern Sachsen und Brandenburg gespeilt, seit letztem Jahr ist er Teil des BuJazzOs, des Bundesjugendjazzorchesters. Seitdem leitet er auch die Big-Band 50plus in Dresden. Und trotzdem: "Einfach mal gemacht" war das Projekt Schüler-Big-Band nicht. Der rechtliche Rahmen war für ihn Neuland, die Sponsorensuche niederschmetternd. "Alle fanden das Projekt gut, aber Privatpersonen nicht sponsorwürdig", sagt Schoof. Immerhin seinen Kommilitonen Matthias Koschnitzke konnte er davon überzeugen, mit ihm gemeinsam die künstlerische Leitung zu übernehmen. 25 Mitglieder sollte die Band haben und eine klassische Besetzung: fünf Saxofonisten, je vier Trompeter und Posaunisten, eine große Rhythmusgruppe. Nur das Geld fehlte. Im März waren die beiden kurz davor aufzugeben.
Ein Zufall als Retter
Ein glücklicher Zufall rettete Die Idee. Matthias Koschnitzke kam mit einer seiner Gitarrenschülerinnen ins Gespräch, sie arbeitet beim Verein Johannstadthalle. Der Vorstand war von der Idee so überzeugt, dass er die Trägerschaft für die Big-Band übernahm. Damit begann für Koschnitzke und Schoof die zweite Runde Klinkenputzen bei Sponsoren. Diesmal waren sie erfolgreich. "Mit dem Renommee des Vereins im Rücken hatten wir es sehr viel leichter", sagt Schoof. Die Schüler müssten nur 22,50 Euro Monatsbeitrag bezahlen. Er zählt begeistert die Sponsoren auf. Matthias Koschnitzke tippt indes etwas unbeteiligt auf seinem Handy herum.
Als "Schooko-Duo" spielen die beiden oft zusammen. Auf den ersten Blick könnten sie nicht unterschiedlicher sein. Schoof ist groß, blond, trägt Hemd und Sakko. Er ist eloquent, redet schnell und lacht viel. Die Arbeit im organisatorischen Bereich interessiert ihn mehr als die Tätigkeit als ausübender Künstler. Er ist schon jetzt stolz auf sein Projekt. Als er 2005 aus Bad Freienwalde bei Berlin nach Dresden kam, um das Landesgymnasium für Musik zu besuchen, versuchte er eine neue Big-Band für sich zu finden. "Mit so vielen Gleichaltrigen zu spielen, pusht die eigene Leistung gewaltig", sagt er. "Man will ja nicht der Einzige sein, der in die Pause reinspielt und nicht mitkommt." Am Sankt Benno-Gymnasium wurde er fündig, doch nur Schüler des Gymnasiums durften mitspielen. Am Heinrich-Schütz-Konservatorium war die Mitgliedschaft in der Big-Band an den Instrumentalunterricht des Instituts gebunden. Seitdem war Schoof überzeugt, dass eine für alle offene, institutsungebundene Schüler-Big-Band in Dresden fehlt.
Es war nicht die einzige Idee, die seither in seinem Kopf herumspuckte. Im zweiten Semester seines Jazz/Rock/Pop-Studiums beschloss er, doch lieber Schausieler zu werden. Er sprach an verschiedenen Hochschulen vor, kam aber nirgends in die zweite Runde. "Ich wollte mit nicht mit 40 vorwerfen, es nicht versucht zu haben", sagt er. "Das ist abgeschlossen." Dann erzählt er wieder von seinen unzähligen Musikprojekten, von der Zusammenarbeit des Landesjugendjazzorchesters Brandenburg mit der Rütli-Schule in Berlin, Konzertreisen nach Afrika und dem Musikvermittlungsprojekt "Hänsel und Gretel" der Dresdner Hochschule. "Durch die Big-Band will ich Schülern auch den Jazz der Fünfziger und Sechziger näherbringen", sagt Schoof. Im Gegensatz zum Klassikbereich finde für Jazz noch kaum Musikvermittlung statt.
Offen für Wünsche
Matthias Koschnitzke hat Jazz erst durch die Fernsehserie "Die Simpsons" kennengelernt. Vorher hat er in verschiedenen Rockbands in seiner Heimatstadt Genthin gespielt. "Nichts Großes", fügt er hinzu. Er trägt eine schwarze Hornbrille, Pulli und Sneakers. Als das Foto gemacht wird, fragt er: "Liegen meine Haare auch nicht zu ordentlich?" Understatement ist wohl das Wort, das ihn am besten beschreibt. Er redet nicht viel, ab und an kann er sich ein paar ironische Kommentare nicht verkneifen. Philipp Schoof wirkt neben ihm wie ein Manager. Schoof mag schnelle Autos, Koschnitzke interessiert sich für Naturwissenschaften. Am liebsten macht er selbst Musik. Auch er hat schon in verschiedenen Big-Bands mitgespielt, unter anderem am Magdeburger Telemann-Konservatorium. Momentan ist er oft in der "Tonne" zu hören. "Es macht einfach Spaß, in der kleinen, aber aktiven Jazzszene Dresdens mitzumischen", sagt er.
Spaß steht für ihn auch bei der neuen Big-Band im Vordergrund. Jazz nicht zwangsläufig. Auch Swing, Rock und Latin sollen gespielt werden. "Wir sind musikalisch offen", sagt Koschnitzke. Und Schoof ergänzt: "Die Schüler dürfen auch eigene Wünsche einbringen." Geprobt wird seit dem 13. September. In einem Dreivierteljahr sollen die ersten Konzerte gespielt werden. Dann wird man hören, was aus Philipp Schoofs Idee geworden ist.

Proben finden freitags im Vereinshaus "Aktives Leben", Dürerstraße 89, statt. Weitere Informationen gibt es unter Tel. 0351 50193160; mail verein@johannstadthalle.de

Seniorenschachclub sucht Mitstreiter

Dresdner Neueste Nachrichten

Die Seniorenschachgruppe im Vereinshaus Aktives Leben auf der Dürerstraße 89 sucht neue Mitspieler. Alle Schachfreunde sind eingeladen, jeden Montag von 9.30 bis 12 Uhr gemeinsam Schach zu spielen. Anmeldungen werden unter Tel.: 0351/ 501 931 60 entgegen genommen.

Advent Konzert und Märchentrickfilm

Sächsischer Bote, du

Dresden-Johannstadt. Weihnachtliche Veranstaltungen bereichern im Dezember das umfangreiche Programm in der Johann-Stadthalle an der Holbeinstraße 68. Ein Adventskonzert wird für Samstag, den 21. Dezember, 17 Uhr vorbereitet. Am 22. Dezember ist dann ab 10 Uhr der Märchentrickfilm "Das bucklige Pferdchen" zu sehen. Außerdem gibt es Adventsüberraschungen für Groß und Klein. Für alle genannten Veranstaltungen ist der EIntritt frei, allerdings wird herzlich um Spenden gebeten. Mehr Informationen gibt es unter Telefon 501 931 60. www.johannstadthalle.de

Johannstadthalle zeigt russischen Trickfilmklassiker

Sächsische Zeitung, two

Johannstadt-Süd. Ein kleines Pony gegen viele böse Buben: Am Sonntag zeigt die Johannstadthalle für Kinder den russischen Filmklassiker "Das bucklige Pferdchen". Weil Weihnachten die Zeit der Süßigkeiten ist, gibt es für die Kleinen und ihre Eltern im Anschluss eine Pralinenexperimentierwerkstatt, teilt Projektleiterin Yvonne Jaensch mit. Die Veranstaltung beginnt am Sonntag um 10 Uhr in der Holbeinstraße 68. Der Eintritt ist frei, eine Spende wird erbeten.

Kammermusik

Blasewitzer Zeitung

In der Johannstadthalle, Holbeinstraße 68, gibt das Bläserkollegium Dresden am 21. Dezember, ab 17 Uhr, ein Kammermusikkonzert. Es erklingen weihnachtliche Weisen, der Eintritt ist frei.

Tanzstunden-Erinnerungen in der Johannstadthalle

Sächsische Zeitung, mal

Johannstadt-Süd. Begleitend zur Panoramafoto-Ausstellung "Ballhäuser in Dresden" zeigt der Verein Johannstadthalle am kommenden Donnerstag noch einmal die beiden Filme "Der Tanzmeister lässt bitten" und "Mythos B.". Die Sitzplatz-Anzahl bei der 17 Uhr beginnenden Veranstaltung ist auf 78 begrenzt. Der Eintritt ist frei, Spenden sind allerdings erbeten.
Alle Besucher sind aufgerufen, ihre Tanzstundenbilder mitzubringen, um eine Fotowand mit Erinnerungen an die eigenen Tanzstunden zu gestalten.

Aufforderung zum Tanz auf vielen Sälen

Sächsischer Bote am Wochenende, Tigran Heinke

Stadtgeschichte Ausstellung mit einzigartigen Aufnahmen von ehemaligen Ballhäusern

Dresden-Johannstadt. Noch bis Ende Dezember lädt die JohannStadthalle auf der Holbeinstraße 68 zur Ausstellung "Ballhäuser in Dresden" ein. Tanzen und Schwofen war mal das beliebteste aller Freizeitvergnügungen. Allein in Dresden gab es dafür vor dem 1. Weltkrieg rund 155 Etablissements mit Sälen voller Lüster, Plüsch und Stuck, ja sogar mit künstlichem Alpenglühen.
Seit über zwanzig Jahren dokumentiert die Balance Film GmbH die Geschichte der Ballhäuser. Ralf Kukula, Thomas Claus und Michael Köhler begannen schon 1992 mit den Foto- und Recherchearbeiten. Bereits zwei Jahre später präsentierten sie die ersten Ergebnisse bei einer Ausstellung im Parkhotel Weißer Hirsch.
Dresden besitzt die meisten Ballhäuser Deutschlands, wenn nicht sogar in ganz Europa, so Ralf Kukula. Er vermutet, dass dies geschichtlich gesehen mit der Eingemeindung vieler Dörfer in Zusammenhang steht. Meistens hatte jedes einen eigenen Veranstaltungsort, wo gefeiert und getanzt wurde.
Über 150 ehemalige Ballhäuser existieren in Dresden. Davon wurden 70 Ballhäuser von den Fotografen dokumentiert. 30 davon sind nun auf über 60 Panoramabildern in der JohannStadthalle zu betrachten.
Die Ausstellung ist jeden Dienstag und Donnerstag von 14 bis 19 Uhr geöffnet sowie zu den Adventsveranstaltungen des JohannStadthalle e.V.
PS: Alle Besucher sind aufgerufen, Tanzstundenbilder mitzubringen, um eine Fotowand mit erinnerungen zu gestalten. www.johannstadthalle.de

Lesung über die Arbeit unter Tage

Dresdner Neueste Nachrichten

Erhart Neubert liest heute um 16 Uhr aus seinem Roman "Kohle ist nicht nur schwarz". In seinem Buch zeichnet der Autor den Weg eines jungen Bergmannes, der Herausforderungen nicht aus dem Weg geht. Die Lesung im Vereinshaus Aktives Leben, Dürerstraße 89, ist frei, um Spenden wird gebeten.

Zwei Häuser - ein gemeinsamer Weg

Wochenkurier

Johannstadt. Seit August 2013 gehen die beiden soziokulturellen Einrichtungen Vereinshaus Aktives Leben und JohannStadthalle gemeinsame Wege unter dem Namen "JohannStadthalle e. V.".
Mit der Fusion möchten die beiden Häuser sowohl räumliche als auch inhaltliche Synergien fördern und aktiv nutzen. Eine effektivere Verwaltung sowie die Qualitätssteigerung der kulturellen Angebote sind weitere, wichtige Aspekte für den Zusammenschluss.
Im Vereinshaus Aktives Leben auf der Dürerstraße 89 kann man sich weiterhin in Kursen betätigen, Bibliothek, Kegelbahn und Gemeinschaftsraum nutzen. In der JohannStadthalle Veranstaltungen angeboten.

Mit einem Bergsteiger auf das Dach Afrikas

Sächsische Zeitung

Johannstadt-Nord. Zu einer ganz besonderen Reise lädt der Verein Johannstadthalle heute ein. Der leidenschaftlichen Bergsteiger und begeisterte Naturfotograph Jörg Ehrlich von Diamir Erlebnisreisen nimmt die Gäste mit auf eine Reise nach Tansania, wo er den Kilimanjaro bestiegen, die Serengeti und Sansibar erkundet hat. Der Vortrag beginnt um 19 Uhr in der Holbeinstraße 68. Ehrlich kommentiert die Landschaftsaufnahmen live und lässt die Besucher so miterleben, was er im Nationalpark Serengeti und auf der Gewürzinsel Sansibar gesehen hat. Dort gab es Begegnungen mit Menschen und Tieren. Der Eintritt kostet sechs Euro, mit Ermäßigung vier Euro.

Kinderbücher gesucht

Sächsischer Bote am Wochenende

Dresden-Johannstadt. Wer hat gut erhaltenen Kinderbücher für unser Familien-Weihnachtsprogramm zu verschenken? Für "Die Geschichte vom verlorenen Mächenbuch" mit der Künstlergruppe "Bundschuh 13" am 8. Dezember 2013 um 10 Uhr in der JohannStadthalle, suchen wir Kinderbücher! Anzugeben im JohannStadthalle e. V., Holbeinstraße 68 oder im Vereinshaus AKtives Leben, Dürerstraße 89. Natürlich sind alle kleinen und großen Märchenfreunde mit und ohne Buchspende am 2. Advent in der JohannStadthalle herzlich willkommen!

Ballhausatmosphäre in der JohannStadthalle

Dresdner Neueste Nachrichten

Der Verein "Johann-Stadthalle" lädt heute um 19 Uhr anlässlich der Eröffnung der Ausstellung "Ballhäuser in Dresden" zum Filmabend in die Holbeinstraße 68 ein. Der Film "Der Tanzmeister lässt bitten" setzt sich mit der Ballhauskultur vor und nach dem ersten Weltkrieg auseinander. Besucher sind aufgerufen, ihre Tanzstundenbilder mitzubringen, um eine Fotowand zu gestalten. Die soll neben anderen Exponaten in der Ausstellung hängen, die bis 22. Dezember dienstag bis donnerstag jeweils 14 bis 19 Uhr zu sehen ist. Der Eintritt ist frei. www.johannstadthalle.de

Kinderbücher gesucht

Sächsische Zeitung - Ausgehmagazin Augusto

Der Verein Johann-Stadthalle plant gemeinsam mit der Künstlergruppe "Bundschuh 13" die Aufführung der "Geschichte vom verlorenen Märchenbuch" am 8. Dezember und sucht dafür großzügige Spenden von gut erhaltenen Kinderbüchern, um die Inszenierung zu realisieren. Die Künstlergruppe wurde von der Kabarettistin Astrid Bransky und Michael Kirmes-Seitz 2012 in Dresden gegründet, nachdem sie zuvor in Weimar das Theater "Sinnflut" geleitet haben.
Kinderbücher-Spenden abzugeben im erein JohannStadthalle, Holbeinstraße 68 oder im Vereinshaus Aktives Leben, Dürerstraße 89, Tel. 035150193160; www.johannstadthalle.de

Bücher gesucht

Wochenkurier

Johannstadt. Für das Familien-Weihnachtsprogramm "Die Geschichte vom verlorenen Märchenbuch" mit der Künstlergruppe "Bundschuh 13" am 8. Dezember, 10 Uhr, in der JohannStadthalle, werden noch gut erhaltene Kinderbücher gesucht. Abzugeben im JohannStadthalle e. V., Holbeinstraße 68.

An die Bretter, fertig, Spielefest!

Sächsische Zeitung, Kay Haufe

Ab heute kämpfen Kleine und Große in der Johannstadthalle wieder um Siege und Punkte bei neusten Spieletrends.


Karten, Würfel, Figuren, Kreisel: Sie alle kommen ab heute ordentlich in Bewegungen. Zum elten Mal heißt es in der Johannstadthalle Dresden spielt. Allein oder im Team, jeder kann ausprobieren, was ihm gefällt. Der Verein Johannstadthalle stellt die Räumlichkeiten zur Verfügung, die Vereine Ran ans Brett, Spielekonzept und Triangel über 500 verschiedene Spiele. Dabei sind Klassiker wie Neuheiten. Wer mit der Anleitung nicht zurecht kommt, wird von den Profis beraten.
Damit auch Eltern mal ungestört gegeneinander antreten können, haben die Organisatoren eine Kleinkindecke mit Matratzen eingerichtet. Heute treffen von 16 bis 20 Uhr vor allem Schachfreunde Gleichgesinnte in der Halle zu mehreren Cups. Wer Turniere mag, sollte am Sonnabend um 15 Uhr bei Tac mitmachen. Das ist eine Kombination aus Brett- und Kartenspiel, die auf Taktik setzt. Das Ziel jedes der beiden Zweier-Teams ist es, als Erstes die eigenen Kugeln ins "Haus" zu bringen. Am Sonntag wird zur gleichen Zeit der Sieger bei "Zug um Zug" ermittelt. Das Tagesticket kostet zwei Euro. Familien zahlen für Euro. Alle unter 1,20 Meter Körpergröße kommen kostenlos hinein.

Ferienkinder spielen bis Freitag international

Sächsische Zeitung

Langeweile in den Herbstferien? Dagegen schafft die Johannstadthalle Abhilfe. Während der schulfreien Zeit klärt der Verein in seinem Domizil auf der Holbeinstraße darüber auf, mit welchen Spielen sich Kinder in fremden Ländern die Zeit vertreiben. Noch bis zum Freitag werden täglich Spiele aus fernen Kontinenten vorgestellt, teilt Vereinssprecher Tilo Rother mit. Nur am Donnerstag wird wegen des Reformationstages eine Pause eingelegt. Natürlich sollen die Ferienkinder ihre frisch erworbenen Kenntnisse über fremde Spielgewohnheiten gleich in der Praxis mit Gleichaltrigen oder auch Familienmitgliedern ausprobieren.

Lamarotte Flotter "Dreier" mit Holländern

Sächsischer Bote

Die Dixieland-Jazzband Lamarotte spielt wieder in Dresden und Umgebung auf. Zuerst in der JohannStadthalle, Holbeinstraße 68, am 25. Oktober 68, 20 Uhr. Restkarten gibt es unter Telefon 446 95 68. Im Freitaler Kulturhaus, Lutherstraße 2, musizieren die Holländer am 26. Oktober, 19.30 Uhr (Telefon 6526 1822). Und den flotten Dreier vervollständigt am 27. Oktober von 11 bis 14 Uhr der Frühschoppen im Ballhaus Watzke (Telefon 65288784), Kötzschenbroder Straße 1.

Johannstadthalle lädt zu Straßenspielen

Dresdner Neueste Nachrichten

Hof-und Straßenspiele aus Ländern und Kontinenten der ganzen Welt können Gäste der Johannstadthalle, Holbeinstraße, ab heute bis zum 1. November erleben. Der Verein stellt zu den 1. Internationalen Hof- und Straßenspielen täglich ein Spiel vor, welches dann in einer Gruppe mit Geschwistern, Eltern und Großeltern nachgespielt werden kann. Eine Tageskarte kostet 2,50 Euro, die Wochenkarte ist für fünf Euro zu halben. Am 25. Oktober findet die Veranstaltung ausnahmsweise im Vereinshaus "Aktives Leben" statt.

Nachhaltigkeit zum Draufsetzen

Dresdner Neueste Nachrichten, Philipp Nowotny

Möbel aus Pappe und mehr - Markt des Umundu-Festivals zog 1500 Besucher an

Den Apfelsaft mal selber pressen, durch fair produzierte Klamotten stöbern oder einen köstlichen, veganen Hot Dog verspeisen - all das konnten Besucher auf dem Abschlussmarkt des Umundu-Festivals. Rund 30 Aussteller präsentierten dazu am Sonnabend in der Johannstadthalle an der Holbeinstraße nachhaltig produzierte Waren und bürgerschaftliche Projekte. Eingerahmt wurde das Markttreiben von eimem bunten Rahmenprogramm mit Auftritten von Bands, dokumentarischen Kurzfilmen und Kinderaktionen.
Auch drei junge Architekten aus Dresden waren mit einem eigenen Stand vertreten. Norman Frost, Maximilian Hansen und Daniel Fucke stellten unter ihrer Marke "Nordwerk Design" Möbel aus recycelter Pappe vor. Zahlreiche Besucher umstanden die Lampen, Regale, Stühle und - als besonderen Hingucker - einen mächtigen Papp-Löwen. "Die meisten haben zuerst Angst, sich auf unsere Stühle zu setzen", erzählt Daniel Fucke. "Aber wir haben das natürlich ausgetestet, bis zu 200 kg halten sie problemlos aus."
In einer eigenen Werkstatt in Löbtau produzieren die drei Architekten ihre ungewöhnlichen Möbel. Die Bauteile erhalten sie aus nicht mehr gebrauchter Kartonage, die sie mit Sägen in die gewünschte Form bringen. Da sie Pappe aus einer Zigarettenfabrik kommt, finden die Tüftler, die in Dresden studiert haben, zwischendrin oft noch Tabakreste, erzählt Fucke und lacht. "Ein Jahr lang waren wir in der Prototypen-Phase", sagt er. "Nun wollen wir den nächsten Schritt unternehmen. Dazu werden wir in den nächten Wochen unsere eigene Firma gründen." Das Umundu-Festival sei dabei eine tolle Möglichkeit, sich potenziellen Neukunden zu präsentieren.
Der Umundu-Veranstalter zeigten sich am Sonnabend begeistert von dem großen Publikumsinteresse. Rund 1500 Gäste besuchten den Festivalmarkt. "Wir haben in diesen Jahr schon gemerkt, dass das öffentliche Interesse an Nachhaltigkeit und Gemeingütern steigt", sagt Christian Bärisch vom Umundu-Festival. " Das liegt natürlich auch daran, dass wir uns langsam professionalisieren."
Dieses Jahr feierte die ökologisch-nachhaltige Veranstaltungsreihe bereits ihr fünfjähriges Jubiläum. Seit 10. Oktober fanden über 60 Vorträge, Diskussionen, Ausstellungen und Aufführungen statt, Zahlreiche spontane Projekte ergänzten das offizielle Programm. So wurde beispielsweise zum Festivalbeginn eine Fläche auf der Prager Straße mit Alufolie "privatisiert, um auf das diesjährige Fokusthema "Gemeingüter" aufmerksam zu machen.
Als besonders gelungen bewertet Bärisch das Festivalcafé in der Veränderbar, das gemeinsam mit dem Verein"artderkultur" durchgeführt wurden. "wir haben versucht, das Café als "Basecamp" des Festivals zu etablieren, wo man abends über die Ereignisse und Themen des Tages ins Gespräch kommen kann", sagt er. "Mit Live-Musik und einer Ausstellung zum Kohleabbau in Sachsen hat sich das Café zu einem richtigen Kultur-Standpunkt entwickelt."
Eine große Verschnaufpause wollen sich die Veranstalter nach dem Festival nun aber nicht gönnen. "Die Planungen für das nächste Jahr beginnen bereits im November", sagt Bärisch.

Festivalmarkt für mehr Nachhaltigkeit

Dresdner Neueste Nachrichten

Zum Abschluss des fünften Umundu-Festivals für global nachhaltigen Konsum laden die Veranstalter zu einem Festivalmarkt in die Johannstadthalle, Holbeinstraße 68, ein. Heute ab 14 Uhr präsentieren über 30 regionale und überregionale Akteure ihre Projekte für nachhaltige Entwickung und veranstalten ein buntes Tageprogramm für die ganze Familie. Live-Musik, Vorträge und Diskussionsrunden stehen unter anderem auf dem Programm. Die Festival-Küche und die Bar bieten zur Stärkung ein bio-faires Angebot. Der Eintritt ist frei.
Das Umundu-Festival für global nachhaltigen Konsum wird seit 2009 vom Verein Sukuma arts und einem breiten Netzwerk zahlreicher Dresdner Bürger, Initiativen und Vereinen oganisiert. Ziel der Veranstaltung ist es, das Thema des nachhaltigen Konsums stärker in die öffentliche Wahrnehmung zu rücken und zu einem breiten Diskurs anzuregen.

Benefizlesung in der Johannstadthalle

Dresdner Neueste Nachrichten

Drei Dresdner Autoren lesen am Mittwoch ab 19 Uhr für einen guten Zweck in der Johannstadthalle, Holbeinstraße 68. Josefine Gottwald (Fantasy), Emilia Licht (Frauenliteratur) und Frank Goldammer (Krimi) stellen dabei jeweils Auszüge aus ihren aktuellen Büchern vor. Besucher können im Anschluss eine Lesung der Autoren ersteigern. Der Erlös der Veranstaltung kommt der Kindertagsstätte "JONA" in Laubegast zugute. Der Eintritt kostet sechs Euro, ermäßigt vier Euro.

Bildungschancen für Johannstädter Jugend

Sächsische Zeitung, Tobias Wolf

Keine Chancen für Schulabgänger in  der Johannstadt? Diesem Zerrbild des dicht bevölkerten Stadtteils treten am Sonnabend 45 Unternehmen aus der Johannstadt und ganz Dresden entgegen. Bei der inzwischen dritten Praktikums- und Lehrstellenbörse stellen die Firmen Ausbildungsmöglichkeiten und Praktikumsplätze im Umfeld der Johannstadt vor. Damit soll den Jugendlichen im Stadtteil der reibungslose Übergang ins Berufsleben ermöglicht werden.
Unter den Ausstellern sind so renommierte Auftraggeber wie das Herzzentrum, die Dresdner Verkehrsbetriebe und die Stadtverwaltung, die alle Ausbildungsplätze zu vergeben haben. Auch lokale Firmen, wie kleine Bäckereibetriebe, die Sächsische Ausbildungsgesellschaft für Umweltschutz und Chemieberufe, die Stadtreinigung und Wohnungsgenossenschaft Johannstadt (WGJ) stellen ihre Angebote vor. Letztere gilt als Initiatorin des Netzwerks Johannstadt, was sich für die Bewohner des Stadtteils einsetzt. Dass die Praktikums- und Lehrstellenbörse von den Jugendlichen angenommen wird, zeigen die Zahlen. So kamen im vergangenen Jahr rund 400 Besucher. 2011 waren es erst 300. Wegen des guten Zulaufs in den beiden Vorjahren kommen am Sonnabend auch deutlich mehr Unternehmen als zuvor in die Johannstadthalle.
Messbare Erfolge bei der Vermittlung
Erstmals sind das Universitätsklinikum und die Polizeidirektion Dresden mit ihren Ausbildungsgängen mit vor Ort. Dabei ist die Börse keine reine Informationsveranstaltung der Firmen. Im Anschluss daran soll es zu konkreten Terminen der Interessenten mit den Unternehmen kommen, sagt der Altstädter Ortsamtsleiter André Barth, dessen Behörde die Lehrstellenbörse unterstützt. So seien im vergangenen Jahr rund 150 Folgegespräche in den beteiligten Firmen geführt worden. Künftig soll auch die Zahl der erfolgreich vermittelten Schulabgänger erfasst werden, so Barth.
Neben den Ausbildungsplätzen gibt es einen besonderen Service für Migranten, deren Anteil in der Johannstadt höher als in anderen Stadtteilen ist. "Wir wollen gerade auch Jugendliche ausländischer Herkunft erreichen", sagt Ortsamtsleiter Barth. "In der Johannstadt leben zum Beispiel viele Jugendliche mit russischen Wurzeln." Dolmetscher begleiten Jugendliche durch die Ausstellung und übersetzen die Angebote ins Russische, Vietnamesische, Türkische, Arabische, Englische und weitere Sprachen.Dieser Service richte sich ausdrücklich auch an erwachsene Migranten. Diese erhalten auf Wunsch Bewerbungstipps und Informationen zu weiteren Angeboten wie Sprachunterricht.
Der Dresdner Bildungsbericht stelle beim Übergang von der Schule in die Berufswelt erhebliche Unterschiede zwischen den Stadtteilen fest, sagt Axel Bergmann, SPD-Stadtrat und Initiator der Lehrstellenbörse. "Der Bericht zeigt auch, dass es bei Jugendlichen mit Migrationshintergrund einen besonderen Handlungsbedarf gibt", sagt er. Hier setzte die Börse an.

Wenn Polizisten zu Künstlern werden

Sächsische Zeitung, Tobias Wolf

Malerpinsel und Staffelei statt Streifenwagen und Polizeikelle: Im Vereinshaus Aktives Leben in der Johannstadt ist ab Freitag eine Ausstellung des Mal-und Zeichenzirkels der Polizeidirektion Dresden zu sehen. Zu sehen sind Bleistift-, Monolith- und Rötelzeichnungen sowie Acryl-, Pastell- und Ölmalerei. Die 14 Mitglieder des Zirkels zeigen auf der Dürerstraße 89 ihre Arbeiten zu Landschaftsmalereien und Stillleben, Zeichnungen historischer Gebäude wie das Polizeipräsidium in der Schießgasse sowie kunstvolle Fotos. Die Vernissage beginnt am Freitag um 18 Uhr. Der Eintritt ist frei, eine Spende wird erbeten.

Dichter Flugverkehr über Johannstadt

Sächsische Zeitung, Tobias Hoeflich

Hunderte Besucher zog es am Sonntag zum Drachenfest an den Fährgarten. Ein Maulwurf stahl allen die Show.

Markus Hentschke ist völlig aus der Puste. Er hat alles gegeben - aber der Drachen will einfach nicht aufsteigen. " Der Papa ist ganz schnell gerannt, aber es hat trotzdem nicht geklappt", ist Töchterchen Mira amüsiert. Sie schnappt sich den bunten Drachen in Schmetterlingsform selbst und spurtet davon. Papa Markus muss sich er einmal ausruhen.
Extra aus Freital sind die beiden mit Hentsches Freundin Alexandra Brückner zum Dachenfest an den Johannstädter Fährgarten gekommen. "Hier in Dresden ist ja meist mehr los als bei uns", sagt Brückner. Lange hat sie selbst keinen Drachen mehr steigenlassen, obwohl das eines ihrer Kinderhobbys war. "Irgendwie hat sich immer niemand gefunden, der mitkommen wollte. Zu zweit macht es ja viel mehr Spaß." Die vierjährige Mira jdenfalls war von dem Vorschlag begeistert, zum Drachenfest zu fahren.
Viele Familien taten es ihnen gleich. Auf rund 700 Besucher schätzt Tilo Rother vom Verein Johannstadthalle die Gästezahl. "Wir haben ein Riesenglück mit dem Wetter", freut sich der Organisator des Festes. Sonne, Wind- die perfekte Kombination zum Drachensteigen. Ein halbes Jahr lang haben er und seine Vereinskollegen die achte Auflage des Festes vorbereitet. "Ich freue mich besonders, dass so viele Leute dem Aufruf gefolgt sind, einen Drachen mitzubringen."
Einer stiehlt dabei jedoch allen die Show. Knappe zehn Meter Höhe misst das Exemplar der Dresdner Drachenfreude. Aus Spinnaker-Nylon ist das Flugobjekt in Form eines Maulwurfs gemacht, erklärt Vereinsmitglied Jens Wiedemann. Gleich zwei kräftige Kerle halten die Fäden des selbst gebastelten Exemplars in den Hände. Ein "Trägerdrachen" soll zunächst für Auftrieb sorgen, während sich der Maulwurf beim Abheben mit Luft füllt. So recht klappen will es aber nicht: "Es ist heute fast zu windig", sagt Wiedemann. . Zu viel Wind beim Drachensteigen - auch das gibt´s.
Die vierjährige Mira und Papa Markuks schicken ihren Drachen indes noch einmal in die Lüfte. "Ein paar Stunden bleiben wir bestimmt noch", sagt Alexandra Brückner. Aber so wie die Kleine tobt, wird sie sicher bald müde werden."

"Visionen und Konstrukte"

Dresdner Neueste Nachrichten, Heinz Weißflog

Britisch-deutsches Austauschprojekt: John Yeadons "ENGLANDIA" und "Tanzt!" von Jean Kirsten

Die gegenwärtige Doppelausstellung von John Yeadon (Coventry) und Jean Kirsten (Dresden) bildet den Rahmen für die nun erfolgte Gründung eines britisch-deutschen Austauschprojektes: das Coventry/Dresden Arts Exchange. Im Mai 2011 wurde an der Carolabrücke ein Rosenbeet als Schenkung des Dresden Trust eingeweiht. Dort übergab ein Mitlglied der Deutsch-Britischen Gesellschaft dem Dresdner Künstler Jean Kirsten die Kontaktdaten  von John Yeadon aus der Partnerstadt Coventry, der nach Interessenten an einem künstlerischen Austauschprojekt mit Dresden suchte. Yeadon und Kirsten kamen sich durch eine gemeinsame Ausstellung näher, die nun endlich nach Verzögerungen in der JohannStadthalle zu sehen ist.
Beide Künstler zeigen aktuelle Arbeiten: John Yeadon eine Bilderserie mit 44 Kasperpuppenporträts und englischen Landschaften unter dem Titel "ENGLANDIA", Jean Kirsten experimentelle Bilder und Installationen, die sich mit der Tanzschrift von Rudolf Laban unter dem Motto "Tanzt!" auseinandersetzen. Yeadon, der Handspielpuppenporträts (seine Mutter und Großmutter waren bekannte Baurednerinnen), reale und fiktive Landschaften malt, fragt nach der nationalen Identität der Briten und stellt sie in den Zusammenhang von Mythos und Realität. Was bedeutet heute Englischsein angesichta einer globalsierten Landschaft mit ihren modernen Versatzstücken? Geht nicht ein wichtiger Teil nationalen Selbstverständnis verloren? Das hinterfragt der Künstler immer wieder in seinen kleinformatigen, fensterartigen Ölbildern mit Blick auf Eisenbahnschienen, Stromleitungen, Baumstümpfen, begradigten Grundstücken und Windkraftwerken. Gleichzeitig entdeckt er in den Landschaftsmalereien des 18./19. Jahrhunderts (Constable, Turner) den Hang zum Erhabenen, zu einer Romantisierung der wilden (unberührten) Landschaft durch Dichter und Maler.
Ebenso wird England seit langer Zeit durch die Künstlichkeit seiner Gartenlandschaft charakterisiert. Das Verhältnis von Künstlichkeit und wilder Natur verschiebt sich immerfort. Die Wildnis existiert nur noch in Reservaten. Die heutige Landschaft ist ein Konstrukt generationenlanger Veränderungen, die in jeder Epoche typische Merkmale in die Landschaftsmalerei hineingenommen hat (z .B. Windmühlen). Warum also heute noch auch Windräder und Hochspannungsleitungen, die das Raumgefühl des modernen Menschen bestimmen? Die bereinigte Idylle mit englischem Cottage, Strohdach und Rosen dagegen kann nur ironisch gemeint sein.  Yeadon delegiert eine abschließende Wertung seiner Bilder an den Betrachter weiter. Er studierte am Hornsey College of Art in den späten 60er Jahren. 1972 bekam er seinen Meister of Art am Royal Callage of Art in London. Seit 1997 arbeitet er vorwiegend mit digitalen Medien. Er hat als Werbungsgestalter und Bühnenbildner gearbeitet. Seit 2006 zeichnet er wieder und malt.
Jean Kirsten ( geb. 1966 in Dresden) beschäftigt sich seit 2009 mit Rudolf Lanbans Raum-Harmonie-Lehre und mit seiner Kinetographie, auch als Labanotation bezeichnet. Kirsten benutzt bei seinen oft konstruktiv wirkenden Arbeiten ausschließlich die Richtungssymbole dieser Tanzschrift. In der Ausstellung sind einige Arbeiten dazu zu sehen, darunter die Installation aus platonischen Modellen. Rudolf Laban nutzte als Grundlage seiner Theorien die fünf platonischen Körper. Aus Vierflächner, Sechsflächner (Würfel), Achtflächner, Zwölfflächner und Zwanzigflächner entstand die vorliegende Rauminstallation Kirstens. Mann muss sich den Tänzer in der Mitte stehend vorstellen, der seine Bewegungen nach den Richtungsvorgaben ausführt. 1912 hatte der Tanztheoretiker eine sechswöchige Kur im Lahmann-Institut, nachdem er den Münchner Karneval organsiert hatte und völlig ausgebrannt war. Auf dem Weißen Hirsch traf er die Dalcroze-Schülerin und Rhytmik-Lehrerin Suzanne Perrottet. " Dieses Treffen sollte die Initialzündung zu einer Jahrhundertbewegung werden." (J.K.) 1913 fuhr Mary Wigmann und Suzanne Perrottet nach Ascona in die Schweiz, wo Laban den ersten Sommerkurs für Tanz und Bewegung auf dem Monte Veritá durchführte. Laban gilt als visionärer Begründer und Theoretiker des modernen Ausdrucktanzes auf dem Weg in die Moderne.
Durch die Bekannschaft mit Sabine Fichter nach seinem Hellerau-Projekt 2009 erhielt Jean Kirsten die Möglichkeit, bei der Tänzerin, Tanzpädagogin und Körpertherapeutin Kurse zu begleiten und für seine Arbeit nutzbar zu machen. Im Mai 2013 bekam Kirsten von der Laban Guild England den Auftrag, das Grab auf dem Weybrige Cemetery/Surrey von Rudolf Laban neu zu gestalten. Der Entwurf ("Räumliche Analyse der A-Skala") ist in der Ausstellung als Mischtechnik  und als Tintenstrahldruck auf Folie (Fotografie vom Grab mit konstruktivistischer Zeichnung) hinter Glas zu sehen. Im Oktober dieses Jahres fährt Kirsten auf den Monte Veritá nach Ascona und zeigt dort seine "Serie für L." von 2011/12. Am 2. November reisen Sabine Fichter und er auf Einladung des zeitgenössischen Museums der Universität São Paulo  nach Brasilien, wo ihr gemeinsames Tanzprojekt Premiere haben wird. Im Mai und Juni 2014 wird es eine Ausstellung des Coventry und aus Dresden stellen sich dann mit ihren Arbeiten vor.

ENGLANDIA & Tanzt!

Sächsische Zeitung

Zur Doppelausstellung "Englandia" mit den Werken von John Yeadon aus Coventry und "Tanzt!" von Jean Kirsten aus Dresden lädt die Johannstadthalle heute von 14 bis 19 Uhr in die Holbeinstraße 68 ein. John Yeadons Bilderserie umfasst Abbildungen von Puppen, die seine Großmutter und Mutter als Bauchrednerinnen benutzt haben. Er zeigt auch Landschaften. Jean Kirsten erinnert mit seinen Installationen an das erste Treffen von Suzanne Perrottet und Rudolf Laban im Lahmann-Sanatorium im Jahr 1913. Es war der Ausgangspunkt des Deutschen Ausdruckstanzes.
Der Eintritt ist frei, Spenden werden erbeten!

Erinnerungen an die sozialistische Platte

Sächsische Zeitung, Kay Haufe

Beispiele aus 40 Jahren sozialistischer Produkt- und Wohnkultur fallen vielen Dresdner sofort ein. Seien es die Kinderzimmermöbel aus Hellerau oder die legendäre Durchreiche in vielen Johannstädter Hochhäusern. In der Ausstellung Wohnkultur, die sich mit dem Bauen und Wohnen nach 1945 in Dresden beschäftigt, ist einiges davon zu sehen. Mittlerweile besteht die Schau in der Johannstadthalle seit genau einem Jahr.
Das neuste Exponat wird am Sonntag enthüllt. Es ist das Betonrelief "Der Flug der Kraniche" von Rudolf Sitte, das auf der Holbeinstraße 68 einen neuen Platz fand. Die Wohnungsgenossenschaft Johannstadt (WGJ) hat das Relief als Dauerleihgabe von den Elbe Flugzeugwerken Dresden (EADS) bekommen und aufwendig restaurieren lassen. "Seine Entstehungszeit in den 60er Jahren passt hervorragend zum Inhalt der Wohnkultur", sagt Unternehmenssprecherin Anne Pietag von der WGJ.
Doch die Architektur der Nachkriegsmoderne hat an vielen Plätzen in Dresden ihre Spuren hinterlassen. Der Dokumentarfilm "Was bleibt?" zeigt die Ideen und Menschen, die hinter Fresswürfel, Rundkino und anderen Bauten aus den 60er und 70erJahren stehen. Wer sich selbst ein Bild machen möchte, kann das bei einem Streifzug durch die Johannstadt, der unter dem Titel"Von der Magelstube bis zur Modrow-Kaufhalle" steht. Start ist um 15 Uhr an der Johannstadthalle, Holbeinstraße 68. Fotograf Felix Liebig hat ausgehend von seinen Streifzügen ein Fototagebuch des Stadtteils erarbeitet, in dem Bewohner und Zeitzeugen porträtiert sind. Außerdem stellen sie in der Johannstadthalle ihre Hobbys vor, darunter Telefone und Sprechanlagen, Miniaturbücher oder Postkarten.

"Junge Bigband-Bande für Dresden"

Dresdner Neueste Nachrichten, Nicole Czerwinka

Zwei Dresdner Musikstudenten gründen neue Schülerbigband - Mitstreiter gesucht

Musik macht Freude, Musik machen noch viel mehr - und zusammen mit anderen erst recht. Der Dresdner Musikstudent Philipp Schoof kann ein Lied davon singen. Seit 12 Jahren spielt er Saxophon und studiert das Instrument mittlerweile im achten Semester an der Dresdner Hochschule für Musik Carl Maria von Weber (HfM). Als er zu Schulzeiten erstmals in einer Bigband mitwirken durfte, habe ihm das für seine musikalische Entwicklung "einen wahnsinnigen Schub gegeben", sagt der 25-Jährige. " Später durfe ich beim Landesjugendjazzorchester Brandenburg mitmachen und war schwer begeistert", erinnert sich der gebürtige Berliner.
Die Leidenschaft für Bigband-Musik hat ihn bis heute nicht losgelassen. Seit 2012 ist er Mitglied im Bundesjugendjazzorchester, Leiter der Dresdner Bigband50plus; und weil das noch immer nicht genug ist, plant er derzeit die Gründung einer neuen Schüler-BigBand für Dresden. "Als ich 2005 hier ans Landesgymnasium für Musik kam, gab es dort keine eigene Bigband und ich habe damals einfach eine gegründet ", sagt Schoof. Bis heute gebe es in der Stadt nur zwei große Bigbands für Schüler, die am Heinrich Schütz Konservatorium und die am St. Benno Gymnasium - beide institutionsgebunden. Das will er nun ändern. "Die Idee spukt seit etwa einem Jahr in meinem Kopf herum, denn offenbar klafft hier in Dresden immer noch eine Lücke in der musikalischen Jugendbildung", sagt er.
Eine detaillierte Konzeptausarbeitung und zahlreiche Sponsorenabsagen folgten. Inzwischen jedoch steckt die neue Dresdner Schülerbigband schon beinahe in den Geburtswehen. Mit seinem Studienfreund Matthias Koschnitzke - er studiert  im siebten Semester E-Gitarre, Komposition und Musikpädagogik an der HfM - fand Schoof einen begeisterten Partner für die künstlerische Leitung des künftigen Klangkörpers. Als offiziellen Träger konnten die Studenten dank glücklich geknüpftem Kontaktnetzwerk den Dresdner Johannstadthalle e.V. gewinnen, einen Verein, der sofort restlos von dem Projekt überzeugt war, ohne gleich Fragen nach dessen Finanzierung zu stellen, und mit der Johannstadthalle auf der Holbeinstraße zudem noch einen Proben- und Auftrittsraum mitliefert.
Fehlen also nur noch die Musiker. Mindestens 17 junge Leute sollten es sein. Besser wären jedoch 25, dann könnten die Instrumentengruppen doppelt besetzt werden. Ein Infoabend lockte Anfang Juli schon 20 interessierte Schüler in die Johannstadthalle. "Wir suchen Leute zwischen 12 und 18 Jahren, die bereits ein Instrument spielen und Lust haben, diese Kenntnisse zu erweitern", sagt Philipp Schoof. Instrumentenunterricht sei nicht das Ziel dieses Bandprojektes, vielmehr gehe es darum, mit Gleichgesinnten zusammenzutreffen und Musikstücke nicht nur fürs stille Kämmerlein einzustudieren. Das Besondere an seiner Bigband sei, dass sie ganz unabhängig von öffentlichen Institutionen aufgebaut werde und damit auch Schüler aus Dresden und dem Umland mitmachen können, deren Schulen oder Musikschulen nicht über eine eigene Band verfügen.
Die erste Probe steht am 13. September schon dick im Kalender der Johannstadthalle und der beiden künstlerischen Bandleiter notiert. Von da an wird die neue Band einmal pro Woche jeweils 90 Minuten proben, bevor sie nach etwa einem Jahr ihr Debütkonzert in der Stadt geben soll. "Wir haben schon viele Ideen für weitere Konzerte und Workshops, die wir anschließend planen wollen", so Schoof. Dass sich genügend Interessenten für möglichst alle Instrumentengruppen - auch für Trompeten und Posaunen - finden werden, davon ist der Student überzeugt. "Ich bin optimistisch, schließlich haben wir in der Stadt und unter den Kommilitonen, die Unterricht geben, reichlich Flyer verteilt", sagt er.
Dank dem Johannstadthalle e.V. als klar definiertem Träger ist inzwischen auch die Suche nach einigen Sponsoren für die Dresdner Schülerbigband geglückt. Die künftigen Mitglieder können sich demnächst also ganz unbeschwert der Musik widmen. Was dann noch fehlt, ist lediglich eine Name für die neue Bigband. Doch der wird sich beim gemeinsamen Proben sicher schnell finden. 

Wenn sich zwei Freunde in den Drogenhandel verstricken

Sächsische Zeitung

Marihuana, Crystal, Kokain: In ihrer Lebenswelt kommen immer mehr Jugendliche mit illegalen Drogen in Berührung oder müssen zusehen, wie Freunde süchtig werden. Der Film „Augenblick“ fängt dieses Milieu in bewegenden Bildern ein. Gedreht von 30 Jugendlichen und dem Schauspieler und Regisseur Adrian Topol erzählt er die Geschichte zweier Freunde, die in einem Einwanderungsviertel groß werden und deren Freundschaft wegen dubiosen Geschäften im Marihuana-Handel auf die Probe gestellt wird – mit fatalen Folgen. Der Film wird am Freitag um 19 Uhr in der Johannstadthalle gezeigt. Der Eintritt ist frei, eine Spende wird erbeten.

Bergsteigerchor gibt Benefizkonzert

Dresdner Neueste Nachrichten

Der sächsische Bergsteigerchor „Kurt Schlosser“ gibt am Freitag in der Johannstadthalle ein Benefizkonzert für die Opfer des Juni-Hochwassers. Das Konzert beginnt 15.30 Uhr im Gebäude an der Holbeinstraße 68. Der Eintritt kostet 2,50 Euro und kommt zu 100 Prozent den Flutopfern zugute, heißt es in der Ankündigung.

Da ist der Traum von der eigenen Band - Zwei Musikstudenten bereiten die Gründung eines Schüler-Orchesters vor

Sächsischer Bote am Wochenende

Dresden-Johannstadt
Für das nächste Schuljahr sucht die Johannstadthalle ab sofort musikalisch Begabte zur Gründung einer neuen Schüler-BigBand. Junge Leute zwischen 12 und 18 Jahren, die Trompete, Posaune, Saxophon, Klavier, Gitarre, Schlagzeug oder Bass spielen können und Lust haben, in einer großen Band mitzuwirken, sind aufgerufen mitzumachen. Eine Mitgliedschaft in einer musikpädagogischen Einrichtung ist dabei keine Voraussetzung. Ins Leben gerufen wurde das Projekt in Zusammenarbeit vom Verein Johannstadthalle sowie Philipp Schoof und Matthias Koschnitzke, die die künstlerische Leitung der Schüler-Bigband übernehmen. Seit Januar arbeiten die beiden an dem Konzept, haben Gespräche mit Sponsoren geführt und viel Zeit und Energie investiert, um ab dem 13. September mit den wöchentlichen Proben beginnen zu können. Sie sind Kommilitonen an der Hochschule für Musik in Dresden studieren Jazz/Rock/Pop und Musikpädagogik – Philipp als Saxophonist, Matthias als Gitarrist. Neben musikalischen Erfahrungen in verschiedenen Bereichen spielten beide jahrelang in Bigbands, unter anderem im Landesjugendjazzorchester Brandenburg, das von Jazzlegende Jiggs Whigham geleitet wird. Der Verein Johannstadthalle stellt als Projektträger Proberäume und für Konzerte die Johannstadthalle zur Verfügung, kümmert sich außerdem um organisatorische und administrative Belange. Finanzielle Unterstützung erhält das Projekt von der Werbeagentur „Die Macher“ sowie der Werbefirma „Bunte Medien“. Die ostsächsische Sparkasse plant darüber hinaus eine langfristige Förderung der Band. Am 8. Juli ab 18 Uhr wird das Projekt in der Johannstadthalle, Holbeinstraße 68, vorgestellt. Schüler und Eltern erfahren, welche Musik die BigBand vorrangig spielen wird, wie man Mitglied der Band wird und welche Aktivitäten neben der Probenarbeit geplant sind. Außerdem besteht die Möglichkeit, Fragen zu stellen. Und musikalisch wird es diesem Abend natürlich auch werden.

Den 111. Film als Knüller im Blick

Dresdner Neueste Nachrichten
Andreas Herrmann

Die Dresdner Filmproduzenten von „Balance Film feiern als DEFA-Erben am Donnerstag mit einer großen Gala ihren 20. Geburtstag
Es wird ein großes Filmfest, morgen in der modernen, farbigen JohannStadthalle, genau zwei Steinwürfe vom Fetscherplatz entfernt.
Sieben Stunden Programm von 17 bis 24 Uhr in allen drei Sälen, auch das Foyer verspricht schon am Montagmittag den Hauch der großen Show, die drei Tage später immerhin 44 von bislang 109 Balance-Filmen als kostenfreie Repertoire-Reprise präsentieren wird. Grit Wißkirchen und Ralf Kukula basteln gemeinsam mit zwei Mitstreitern an der Ausstellung und der Wandzeitung mit Pressespiegel für ihren 20. Geburtstag, denn just am 1. Juli 1993 begann Ralf Kukula mit zwei weiteren Ex-DEFA-Mitarbeitern das große Erbe des frisch abgewickelten Dresdner Trickfilmstudios anzutreten.
„Uns war damals schnell klar, dass es nicht lange so weitergeht“, erzählt Kukula, Dresdner des Jahrganges 1962, von den Anfängen. Sie hatten kurz vor der Wende mit einem Umwelt-Trickfilm einen Preis in West-Freiburg gewonnen, die Defa dachte an ein neues Geschäftsfeld in der neuen Welt. Nicht nur aufgrund des Aufwands unrealistisch. Ein Grüner also? Kukula zögert imagebewusst, aber gibt sich immerhin als Gründer der IG Radverkehr durchaus als umweltbeflissen zu erkennen.
Heute hat er als Geschäftsführer und künstlerischer Leiter der Balance Film GmbH ganzheitlich Filmkunst im Kopf und wird ab September für fünf Jahren einer von 24 sächsischen Kultursenatoren.
Seine Firmenpartnerin, Grit Wißkirchen, stammt aus Riesa und studierte bis 1987 gemeinsam mit Kukula an Hochschule für Film und Fernsehen in Potsdam Animation, arbeitete nach dem großen Defa-Abspann zehn Jahre bei der Telekom im Marketing und stieg 2002 als Gesellschafterin mit fünfzig Prozent Anteil bei ihrem Ex-Kollegen wieder ein. Neben Geschäftsführerin steht „Managing Director“ auf ihrer Visitenkarte, sie kümmert sich um die Finanzierung.

Aus Trickfilmanimatoren werden Förderungsanimateure

Die übliche Journalistenfrage, wie lange man für einen Film braucht, weiß sie sofort zu beantworten: „So ein Film wie „Die schöne Anna-Lena“ braucht inklusive Vorbereitung und Vermarktung anderthalb Jahre“. Mit acht- bis zehntausend Euro pro Minute rechne man in Europa für eine Animation, Anna-Lena dauert vier Minuten und gewann Ende Mai in Wiesbaden den Murnau-Kurzfilmpreis. Auch für Wißkirchen ist Netzwerken ganz wichtig, der Blick geht dabei gen Leipzig, denn Filmstadt ist Dresden nur im Programmkinosektor auf Kundenebene. „Es gab eine Phase, als sich im Umfeld vom MDR-Landesfunkhaus etliche Produktionsfirmen hier tummelten, aber das endete 1999“, weiß Kukula.
Einzig das Animationserbe blieb in Dresden – und in Form des Balancefilmens am Leben. „Wir sind zufrieden und können davon leben“, sagen beide Firmenchefs, deren Arbeit derzeit sieben Leute ernährt, in branchenüblichen Stoßzeiten gern doppelt so viele. Die kommen demnächst wieder, denn mit dem Start der Koproduktion zum abendfüllenden Anima-Dokfilm „Die Hälfte der Stadt“ werden 15 gebraucht.
Doch zuvor wird Jubiläum gefeiert: Beim großen Bahnhof am Donnerstag in der „JohannStadthalle“. Warten – nach dem kurzen Festakt, mit Politikergrußwort und Tortenanschnitt vor achtzig geladenen Gästen – dann ab 17 Uhr Plätze für 250 Leute. Und wie erzählt man Filmgeschichte besser als mit Filmgeschichten? Die Balance-Filmer haben sechs Programme zusammengestellt, die gestaffelt in allen drei Sälen gezeigt werden. Start ist mit zwölf Trickfilmen, darunter zwei ganz neue. Die bekannte „Dresden-Rolle“ wartet in Ausschnitten im „Bunten Mix“ ab 18:30 Uhr. Drei der Programme umfassen Dokumentationen, darunter viele Dresdenfilme und eine Art Hauptwerk, denn Kukula verfolgt in der mittlerweile längsten Architekturdokumentation der alten und neuen Republik seit rund 25 Jahren den Wiederaufbau des Dresdner Schlosses. Mittlerweile sind das 290 Stunden Filmmaterial, also über zwölf Tage Non-Stop-Gucken.

Von Säger-Heinrich zur Wende-Fritzi

Programm 5 zeigt ab 18:45 Uhr im Saal 2 die beiden großen Spielfilme.
Und widerspiegelt mit „Heinrich der Säger“ und „Alois Nebel“ quasi die Entwicklung. Denn der große Sägerfilm mit Rolf und Meret Becker, der im Fernsehen gut, im Kino weniger gut lief, war die bislang größte Produktion. „Wir waren da für achtzig Leute zuständig – und durchaus froh, als der Dreh vorbei war“, sagt Kukula, dessen Sohn inzwischen selbst Filme fürs Fernsehen produziert und ihn kürzlich zum Opa machte. Die Gefahr, dass man von solch Riesenprojekten schlicht absorbiert würde, sei ihm zu groß und gefährde die Innovation.
So wie jene für den Kunstfilm „Alois Nebel“, ihr erster abendfüllender Animationsspielfilm, der erst real gespielt und dann von ihnen als Dienstleistung nachgezeichnet wurde. Rotoskopie nennt sich das Verfahren – der Prager Regisseur Tomas Lunak gewann damit den Europäischen Filmpreis: rein ideell, also undotiert. Noch ambitionierter wird das nächste Projekt, welches wohl die Nummer 111 in der hauseigenen Chronik bekommen wird: „Fritzi war dabei“ soll eine „Wendewundergeschichte“ werden über den Leipziger Herbst 1989 aus der Sicht eines zehnjährigen Mädchens werden. Kukula hat das Drehbuch fertig, Wißkirchen bastelt an der Finanzierung. 4,5 Millionen an Euros werden wohl gebraucht, der 25. Wende-Jahrestag kommt zu früh, realistisch ist eher 2016.
So relativieren sich die als Gaudi zusammengestellten Zahlen, die sicher in beider ohne Skript vorgetragene Dankesrede am Donnerstag einfließen werden: 352 Minuten Animationsfilm kosteten in zwanzig Jahren 256 Kilogramm Papier zum Bemalen und 360 Kilogramm Kaffee zum Munterbleiben. 46 Praktikanten waren am Start, zwei davon sind fest, fünf lose angestellt. Und nebenher wurden sieben Kinder gezeugt – alle in der Freizeit, wohl damit keines beide Eltern in der unsicheren Branche hat. In guten Zeiten, also wenn es eingespielt läuft, so wie für die 26 Folgen der „Sandmanzen“, der Reihe fürs MDR-Sandmännchen, zeichnet eine Fachkraft fünf Stunden für eine Sekunde Film. Früher, als DEFA-Animatoren, hatten Wißkirchen und Kukula laut Plan Material für 1,2 Meter Film am Tag zu liefern. Das waren 52 Bilder, 24 wurden pro Sekunde gebraucht. Heute zeichnen beide nicht mehr: Man brauche dafür tägliche Übung.
Warum aber diese Party in der Filmstadt Dresden nun gerade hier? „Wir arbeiten mit allen Dresdner Kinos sehr gut zusammen, da würde es vielleicht dem einen oder anderen wehtun, wenn wir woanders feiern“, schmunzelt Kukula diplomatisch. Und auch Ulrike Cadot-Knorr freut sich, umfasst doch die Filmografie der Geschäftsführerin der Soziokulturhalle, die die solvente Wohnungsgenossenschaft Johannstadt ihrem Stadtteil stiftete, ebenso einige interessante Filmdokus.
Besonders, weil die eingesammelten Spenden ihren künftigen Projekten zu gute kommt. Ein roter Teppich ist dazu nicht nötig.

Künstlerinnen aus dem Kaukasus erkunden Dresden

Sächsische Zeitung

Zeitgenössische Kunst auf dem Kaukasus ist heute Abend in der Johannstadthalle zu sehen. Das Trio um Elene Rakviashvili (Georgien), Eva Harut (Armenien) und Dabina Shikhlinskaya (Aserbaidschan) stellt die Resultate seiner Erkundungen beim mehrwöchigen Studienaufenthalt in Dresden vor. Die Künstler waren im Rahmen des Projekts Transkaukazja in der Stadt. Dabei ging es vor allem um geschlechtsspezifische Ungleichkeiten und wie sich diese im Unterschied zu ihrer Heimat zeigen. Entstanden ist ein hoch sensibles Spannungsfeld, das ab 19 Uhr in der Johannstadthalle in der Holbeinstraße 68 zu erleben ist.

Kultur mit Nachwirkung

Sächsische Zeitung Augusto
Siiri Klose

Die Fête de la Musique ist das größte Fest der Straßenmusik überhaupt. In der ganzen Welt wird es gefeiert – auch in Dresden. Wahrscheinlich nimmt jeder Kulturminister dieser Welt an, dass sein Tun das Kulturverständnis der Menschheit nachhaltig auf eine höhere Stufe hebt. Doch die Amtszeit der allermeisten überlebt allerhöchstens ihre Büropflanze. Wenn sie Glück hat. Jack Mathieu Emile Lang aber hat sich ein höchst vitales Denkmal gesetzt. Der französische Kulturminister s.D. hatte gleich im ersten Jahr seiner Amtszeit eine musikalische Bewegung mit Breitenwirkung und Nachhaltigkeit in Leben gerufen: 1981 ertönte die erste Fête de la Musique zum Sommeranfang am 21. Juni – natürlich in Paris – aber von Anfang an mit dem Ziel, „dass sich die Musiker weltweit an diesem Tag aufraffen, auf die Straße zu gehen und Musik zu machen“, sagt Mareike Bergelt vom Institut francais de Dresde. Offensichtlich gelingt das auch immer mehr von ihnen, denn auch in Dresden wird mittlerweile ein Fête de la Musique gefeiert, und auch die wird immer größer. „In diesem Jahr haben wir schon 22 Veranstaltungsorte und insgesamt 60 Konzerte“, sagt Bergelt und weißt besonders auf die Bühne am Postplatz hin: „dort sind wir zum ersten Mal.“ Dort werden auch glein ein paar Highlights versammelt: 16 Uhr tanzen Seau Volant, 17.30 Uhr spielen Senos Sento mystischen Folk, 18.45 Uhr übernimmt RussischBistro mit Russian Speed Folk, dann unterbricht nur noch FleuRock die Folk-Reihe mit Rockabilly-Klängen, bis schließlich die Dresdner Folk-Band Querbett ab 21 Uhr für den abendlichen Ausklang sorgt.
Umsonst und Draußen. Auch Familien mit kleinen Kindern finden genügend Orte, die sich zum Musikgenuss eigenen: Das Theater Junge Generation, der Johannstädter Kulturtreff, die Hauptstraße, am üppigsten
ist das Programm natürlich im Institute francais selbst – in vielen deutschen Städten die Keimzelle des Musikfestes, Platsch-oder Bastelanschluss gibt es übrigens in den Dresdner Gemeinschaftsgärten – und die Gelegenheit, sich mit dieser Form des Gärtnerns überhaupt auseinanderzusetzten. Im Pieschener Aprikosengarten beispielweise gedeihen nicht nur Aprikosen, Pfirsiche, Äpfel und Maulbeeren, sondern auch freundliche Beziehungen zwischen Jung und Alt – von mitgebrachten Kleinkindern bis zu gestandenen Rentnern werden die Beete gemeinsam gepflegt, die Ernte wird geteilt und Partys gemeinsam gefeiert, gern auch mit Besuchern und interessierten Neugärtnern: Zur Fête de la Musique gibt es ein Lagerfeuer und Kleinkunstdarbietungen, im Wächtergarten Löbtau Pflanzaktionen, der Johannstädter Gemeinschaftsgarten hat Kinderschminken im Programm, das Hechtgrün einen Ausschank im Grünen, Tischtennis, buddeln, basteln und Matschgelegenheiten. Und Musik natürlich, das Motto des Festes wird nirgend aus dem Augen verloren und auch nicht bei beiden wichtigsten Grundbedingungen: Umsonst & Draußen.

Johannstadthalle sucht Musiker

Dresdner Neueste Nachrichten

Für die Sommersonnenwendefeier am Freitag sucht der Verein Johannstadthalle noch Musiker jeder Stilrichtung. Die Bühnen stehen unter anderem im Gemeinschaftsgarten Johannstadt und im Aprikosengarten Pieschen. Anmeldung unter Tel. 4 46 95 68.

Die Wohnung von morgen

Dresdner Neueste Nachrichten

Wie werden wir künftig wohnen? Entstehen technisch aufgerüstete Lösungen, die flexibel auf die Wünsche der Bewohner reagieren können? 20 Architekturstudenten der Universität Stuttgart (Institut Wohnen und Entwerfen, Dr. Ulrike Scherzer) haben sich einem Workshop in Dresden dazu Gedanken gemacht und verschiedene Konzepte entwickelt. Die Präsentation der Pläne und Modelle kann am morgigen Sonnabend im Museum „WohnKultur“, Holbeinstraße 68, zwischen 13 und 15 Uhr besichtigt werden. Der Eintritt ist frei.

Kunst als Lebensmittel

Dresdner Neueste Nachrichten
Heinz Weißflog

Neues aus Dresdner Ateliers: Der Künstlerbund stellt in der Johannstadthalle aus

Zu ihrer Ausstellung „Neues aus Dresdner Ateliers“ lädt der Künstlerbund e.V. in Kooperation mit dem mittelständischen Unternehmen FSD in die Ausstellungshalle Johannstadt mit neuen Kunstwerken von 52 Dresdner bildenden Künstlern ein. Ziel ist ein für die Dresdner Kunst wichtiger Dialog zwischen den dem Künstlerbund angehörenden Künstlern, ein aneinander kreatives Messen und Reiben, was zu mehr Nähe und Akzeptanz führen soll. Kunst muss wieder ein „Lebensmittel“ werden. Das bedeutet auch, die aktuellen Werke zu zeigen und unter die Leute zu bringen, eine Sensibilisierung der Öffentlichkeit für regionale Kunst zu erreichen. „Die Arbeit der Künstler ist ein notwendiger Bestandteil des Standortfaktors“, betont die Geschäftsführerin des Künstlerbundes, Kristine Schmidt-Köpf. Kunst trägt zugleich ein kreatives Potenzial in sich, von dem sich im konkreten Fall der Hauptsponsor der Ausstellung, die Fahrzeugsystemdaten GmbH, viele Anregungen für die eigene Arbeit auf technischem Gebiet verspricht. In ihrem Haus richtet die FSD eine Seminarreihe „Technik trifft bildende Kunst“ für ihre Mitarbeiter aus. „Der Austausch zwischen Künstlern und Technikern soll dazu anregen, eigene Arbeiten kritisch zu hinterfragen und zu reflektieren“, bemerkte der FSD-Geschäftsführer Jürgen Bönninger. Schließlich ist es das Verdienst der Johannstadthalle unter ihrer Geschäftsführerin Ulrike Cadot-Knorr, im Quartier einen Ort zur Verfügung zu stellen, an dem Veranstaltungen und Kunstgespräche zum Projekt stattfinden können. Für die Präsentation wurden jeweils ein Werk (oder eine Werkgruppe) von vielen sich bewerbenden Mitgliedern des Künstlerbundes durch eine Arbeitsgruppe ausgewählt. Diesmal kommen Objektkunst, Skulptur, Installation und Assemblage im Raumzentrum der Ausstellungshalle besonders zu ihrem Recht, darunter die bereits bekannte weiße Marmorskulptur „Schwimmerin“ von Lothar Beck. Daneben werden Kristof Grunert „Große Löwin“ (Gips) und Frank Schauseil Betonplastik „Augenstein“ präsentiert. Zu den sehenswerten Großskulpturen gehört auch der sich duckende Sandstein „Implosion“ von Konstanze Feindt-Eißner, der wie ein Ruhepunkt zwischen den Stellwänden platziert ist. Frank Herrmanns Objekte thematisieren das Trauma von Krieg und Gewalt („Rudimente eines Helden“). Kleinplastik und Skulptur finden sich auch auf der rechten Fensterseite mit Eva Backofens „Greisin“ (Gips), Jürgen Cominottos „Kopf und Akt“ (Terrakotta), Peter Fiedlers „Torso“, „Serpentin“). Siegfried Haas´ aus Esche geschnitzte, danach montierte und farbige verfremdete Figuration „Bellevue“, sowie die skurril überhöhten, kleinen Tierplastiken „Totem“ und „Der Kampf des Wachsens“ (Bronze) von Egbert Kasper. Aus bemaltem Holz und anderem Material schuf Wolfgang Smy seine variable Objektgruppe aus 15 Teilen, die einen Zwischen-Raum okkupiert hat. Eher ein wenig abseits platziert wurden die beiden bemalten Hölzer und Pappen mit archaischen und völkerkundlichen Inhalten von Gabriele Reinemer. Im vorderen Bereich stellt Robert Frenzel sein Installation mit drei „Kinetischen Automaten“ (Metropolis I-III) vor, denen Räderwerk der Besucher mit einem Knopfdruck in Bewegung setzten kann. Unter den Assemblagen fand ich die mit textilen Versatzstücken versehenen Allegorien auf Frühling, Herbst und Winter, genäht und bestickt von Katharina Kretschmer, aber auch Marion Kahnemanns Hommage an die jüdische Dichterin Rose Ausländer („Kinderland“) besonders bemerkenswert.
Neben den hier favorisierten Skulpturen und Objekten ist die Malerei und Grafik mit hohem Niveau vertreten. Betont sei, dass es neben in Dresden bekannten Namen vor allem junge Künstler sind, die nun mit ihren Arbeiten auf sich aufmerksam machen.

Neue Ausstellung in Johannstadthalle

Dresdner Neueste Nachrichten

Der Dresdner Künstlerbund eröffnet morgen um 19 Uhr in der Johannstadthalle, Holbeinstraße 68, eine neue Ausstellung. Sie trägt den Namen „Neues aus Dresdner Ateliers“. Die Laudatio hält der Direktor der Städtischen Galerien Dresden, Gisbert Postmann. Für die musikalische Umrahmung sorgt das Duo Kratschkowski. Von Malerei, Grafik, Fotografie und Assemblage über Installation, Skulptur und Objekt bis hin zu Performance und Videokunst zeigt die Ausstellung ein breites Spektrum des gegenwärtigen Kunstgeschehens in Dresden und vermittelt einen umfassenden Einblick in die kreative Vielfalt der Stadt. Als Begleitprogramm zur Ausstellung sind Filmabende, Vorträge und Performances geplant.

JohannStadtArchiv ist umgezogen

Dresdner Neueste Nachrichten

Das JohannStadtArchiv ist umgezogen. Ab sofort ist es in der JohannStadthalle direkt neben der Ausstellung WohnKultur in neuen Räumlichkeiten zu finden. Dies soll am kommenden Freitag um 15 Uhr mit einem Tag der offenen Tür gefeiert werden, wie Sprecher Tilo Rother mitteilte. Der Eintritt zu dieser Veranstaltung ist frei.

Flohmarkt für Kindersachen in der Johannstadthalle

Sächsische Zeitung

Schnäppchen bei Kinderbekleidung, Spielzeug, Büchern und anderen Dingen können Eltern und Großeltern am Sonntag machen. Der Verein Johannstadthalle lädt zum 7. Kindersachenflohmarkt auf die Holbeinstraße 68 ein. In der Zeit von 10 bis 13 Uhr kann hier geschaut und gekauft werden. Außerdem gibt es einen kleinen Imbiss. Die Verkaufsstände waren übrigens heiß begehrt und sind bereits am 2. April vergeben worden. Eigene Sachen können deshalb nicht mehr zum Verkauf abgegeben werden. Der Eintritt zur Veranstaltung am Sonntag ist frei.

Boogie-Nacht mit dem Stelzer-Trio

Dresdner Neueste Nachrichten

Morgen geht es in der Johannstadthalle, Holbeinstraße 68, wieder beschwingt zu. Grund ist die vom gleichnamigen Verein veranstaltete „Große Boogie-Nacht“ mit dem Thomas Stelzer Trio. Start ist um 20 Uhr. Wer dabei sein möchte, sollte sich sputen, denn der Kartenvorverkauf ist gestartet. Die Tickets können heute noch während der Sprechzeit des JohannStadthalle e.V. von 10 bis 14 erworben werden. Die telefonische Kartenreservierung ist unter 446 95 68 möglich. Im Vorverkauf kostet der Eintritt 12 Euro, an der Abendkasse 14 Euro. Einlass ist um 19 Uhr.

Clown-Festival kommt in die Johannstadt

Dresdner Morgenpost

Das wird lustig! In der Johann-Stadthalle steigt vom 19. bis 21. April das deutschlandweit erste „ClownArtFestival“. Und das Beste: Alle, die mit Spaß haben wollen, sind in die Holbeinstraße 68 eingeladen. „Schon im Foyer geht es kunterbunt zu mit Clowns, Buchstand, Ausstellung und Café“, sagt Projektleiter Steffen Lewandowski. „Vor allem aber bitte die Spaßmacher in den Saal zu einem kunterbunten Programm mit Comedy, Tanz, Konzert und Clownstheater.“ Lediglich die Comedy-Feuershow am Sonnabend, 21.30 Uhr, findet auf dem Abenteuerspielplatz an der Silbermannstraße 16 statt. In Vorträgen und Workshops erfahren Sie auf dem Festival übrigens auch, woher überhaupt die roten Nasen kommt, Wie Medi-Clowns arbeiten – und sogar, wie Sie selbst Clown werden können!
Der Eintritt zu einer Tagesvorstellung kostet 6/4 Euro. Preis fürs komplette Festivalticket:40/25 Euro.

Klappe Filmklub zeigt Kurz- und Spielfilm

Sächsischer Bote

Der vierte thematische Filmabend des Filmklubs „Klappe“ unter dem Thema „Die Jugend und der Sex“ steht in der JohannStadthalle, Holbeinstraße 68 am 22. März, 19 Uhr, auf dem Programm. Diesmal werden ein Kurzfilm des Dresdner Regisseurs Bernd Killian und der aufrüttelnde und hochgelobte US-Spielfilm „Kids“ gezeigt. Der Eintritt ist frei, um eine Spende wird gebeten. Kleine Vorschau: Am 5. April findet am selben Ort 20 Uhr (Einlass 19 Uhr) eine große Boogie-Nacht mit dem Thomas-Stelzer-Trio statt. Vorverkauf in der JohannStadthalle dienstags von 14 bis 18 Uhr, donnerstags 10 bis 14 Uhr sowie über Telefon 4469568. Vom 19. Bis 21. April ist an dem Veranstaltungsort dann das „ClownArt Festival“ vorgesehen. Karten dazu gibt es auch unter Telefon 4469568.

Anmeldestart für Girls- und Boys Day

Dresdner Neueste Nachrichten

Am 25. April können sich wieder Mädchen beim Girls Day über naturwissenschaftliche und technische Berufe sowie Jungen beim Boys Day über soziale und pädagogische Tätigkeiten informieren. Die begleitende Veranstaltung „Du kannst mehr!“ von 9 bis 13 Uhr in der JohannStadthalle spricht Heranwachsende der Klassen 5 bis 10 an. Die Anmeldung ist ab sofort möglich. Weitere Informationen stehen unter www.dresden.de/girls-boys-day bereit. Das begleitende Programm „Du kannst mehr entdecken!“ gibt Hinweise zu verschiedenen Workshops. Aus der Berufsorientierungsmesse „Du kannst mehr rauskriegen!“ gibt es die Möglichkeit, verschiedene Berufe kennenzulernen. Bei Sozialbürgermeister Martin Seidel (parteilos) können sich Jungen Einblick in den Alltag eines Sozialbürgermeisters verschaffen und sich über die Arbeit in sozialen Bereichen informieren. Für Mädchen liegen derzeit bereit rund 50 Veranstaltungen mit über 930 Plätzen in Unternehmen vor, darunter das Leibniz-Institut für Polymerforschung Dresdene.V., die Dresdner Verkehrsbetriebe und der Veolia-Umweltservice. Jungen können bei 60 Aktionen mit über 460 Plätzen aktiv werden, darunter im Pflegeheim „Rudolf Frieling Haus“ beim städtischen Kinder- und Jugendnotdienst, der Sächsischen Bildungsgesellschaft für Umweltschutz und Chemieberufe sowie der Palucca Hochschule für Tanz.

Stadtbaumtage starten am Donnerstag

Dresdner Neueste Nachrichten

In der Johannstadthalle an der Holbeinstraße 68 finden am Donnerstag und Freitag jeweils zwischen 10 und 17 Uhr die 7. Dresdner Stadtbaumtage unter der Leitung von Andreas Roloff, Direktor des Instituts für Forstbotanik und Forstzoologie an der TU Dresden, statt. Mitveranstalter sind außerdem das Amt für Stadtgrün und Abfallwirtschaft sowie das Dendro-Institut Tharandt e. V.. Dresden als traditionelle „grüne“ Stadt besitzt wertvolle Gehölzbestände. Und gerade in Ballungsräumen ist Stadtgrün für die Lebensqualität von entscheidender Bedeutung. Die Referenten der Stadtbaumtage widmen sich darum vor allem aktuellen Fragen der Stadtbaumplanung und Pflege. Denn nur durch die richtige Behandlung können die Gehölze ihre vielfältigen Funktionen optimal erfüllen, so die Ankündigung. Begleitet wird die Tagung von einer Fachausstellung über urbane Gehölzpflege.

Projektrunde zum Gemeinschaftsgarten

Dresdner Neueste Nachrichten

Die Vereine Ufer-Projekte Dresden und JohannStadthalle laden am heutigen Sonnabend in der Zeit von 14 bis 19 Uhr alle Freunde des gemeinsamen Gärtnerns zur zweiten Planungswerkstatt des Gemeinschaftsgartens Johannstadt ein. Zu Beginn stellt der Verein Ufer-Projekte noch einmal den Gemeinschaftsgarten sowie den Verlauf des ersten Jahres vor. Danach sind die Ideen, Fähigkeiten und das Wissen der Hobbygärtner gefragt, um gemeinsam einen ansprechenden Garten in der Nachbarschaft zu schaffen. Veranstaltungsort ist die JohannStadthalle an der Holbeinstraße 68.

Ausstellung über Vertrauen öffnet

Dresdner Neueste Nachrichten

Heute um 19 Uhr wird in der Johannstadthalle an der Holbeinstraße 68 die Ausstellung „Vertrauen“ mit einer Vernissage eröffnet. Olaf Amberg, Maria Mednikova, Angela Polowinski und René Weigel zeigen die Ergebnisse einer 30tägigen Auseinandersetzung mit dem Thema Vertrauen im Alltag. Die Schau ist ab kommender Woche bis zum 24. März Dienstag und Donnerstag von 14 bis 19 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei, um eine Spende wird gebeten.

Filmemacher zeigen die Welt und Dresden

Sächsische Zeitung

Von Johannstadt geht es diese Woche auf Entdeckungsreise in die Welt. Dresdner Filmemacher zeigen täglich um 19 Uhr in der Johannstadthalle bis Sonntag interessante kulturelle, gesellschaftliche und religiöse Aspekte. Heute Abend ist „2012 – Geht die Welt unter?“ von Heike Bittner zu sehen, im Rahmenprogramm geht es um Prophezeiungen der Urvölker, alternative Lebensarten oder indianische Zeremonien. Am Freitag zeigt Henrike Sandner „Unsere Sprache ist Rap“, zu dem die Hip-Hop-Performance der DDProject-Tanzgruppe zu sehen ist mit einem anschließenden Hip-Hop-Workshop zum Mitmachen. Am Sonnabend kommt Christoph Kukulas „Ruf des Geckos“, zu dem es ein Rahmenprogramm zur vietnamesischen Lebensart gibt. Barbara Lubich zeigt am Sonntag um 11 Uhr „Come together – Dresden und der 13. Februar“, wozu es ein Erfahrungsgespräch gibt. Der Eintritt zu allen Filmen ist frei, eine Spende wird erbeten.

Zukunft braucht Herkunft

Sächsische Zeitung Augusto

„Zukunft braucht Herkunft“ heißt das Jahresmotto des Johannstadthalle e.V. Und in dessen Rahmen findet jetzt die erste Filmwoche „Perspektiven – Dresdner Filmemacher schauen in die Welt“ statt.
Dresdner Filmemacher werden vom 26. Februar bis 3. März ihre Werke in der Johannstadthalle präsentieren. Sie bringen den Zuschauer mit den unterschiedlichsten Regionen der Erde in Berührung, greifen aber auch Themen wie „Unsere Sprache ist Rap“ oder den 13. Februar auf. Während die Filmemacher in die Fremde reisen, lebt der Fremde in Johannstadt gleich um die Ecke. Die Filmwoche ist Schauplatz der Begegnungen und Vernetzung. Ein interkulturelles Abendprogramm mit Vorträge, regionalen Speisen und sogar einer indianischen Weihungszeremonie rundet sie ab. Los geht´s am Dienstag mit dem Streifen „Die Reise der Störche“. Dazu gibt´s Musik und Geschichten aus Afrika mit Heiko Kaya Richter.

Angehende Floristen zeigen ihr Kreationen

Sächsische Zeitung

Prüfungsarbeiten angehender Floristen sind morgen von 18 bis 20 Uhr in der Johannstadthalle auf der Holbeinstraße 68 zu sehen. Die Blumengestalter haben ihre Ausbildung fast beendet und werden von der Industrie- und Handelskammer Dresden geprüft. Zu sehen sind Arbeiten aus den Bereichen Tisch-, Hochzeits-, Trauer- und Raumschmuck sowie Sträuße und Pflanzarbeiten und Gestecke. Am Donnerstag ist die Schau von 10 bis 17 Uhr offen. Der Eintritt kostet 1,50 Euro.

Kinder lernen in den Winterferien Jonglieren

Sächsische Zeitung

Nicht nur im Zirkus können Kinder und Jugendliche kleine artistische Kunststücke einstudieren. In dieser und der kommenden Woche öffnet die Johannstadthalle in der Holbeinstraße 68 für alle Ferienkinder ihre Türen. Langeweile kommt da nicht auf, denn von Montag bis Freitag kann nach Lust und Laune auf Kugeln und Pedalo gelaufen sowie mit Tüchern und Bällen jongliert werden. Die nötigen Kenntnisse vermitteln Susanne Uhlig und Yaelle Dorison. Die Johannstadthalle ist in der Zeit von 15 bis 17 Uhr geöffnet. Die Tagekarte kostet 2,50 Euro, die Wochenkarte gibt es für fünf Euro.

Tag der Ideen in der JohannStadthalle

Dresdner Neueste Nachrichten
Catrin Steinbach

Nachhaltigkeit, Stadtplanung und Architektur stehen am 20. Januar im FokusVeranstaltungen nicht nur zum Konsumieren, sondern auch zum Mitmachen und Diskutieren anzubieten und die Menschen im Stadtteil auf diese Weise zusammenzubringen ist ein Ziel des JohannStadthalle e. V. Der lädt am Sonntag, dem 20. Januar, wieder zum „Tag der Ideen“ ein – mit einem bunten Mix an Angeboten für alle Altersgruppen. Im Mittelpunkt stehen die Themen Stadtgeschichte, Architektur und Zukunft. Wer will, kommt einfach zu Kaffee und Kuchen vorbei, lässt seine Kinder bzw. Enkel mit an einer großen Pappkisten-Stadt bauen und nutzt die Gelegenheit, die Ausstellungen „Wohnkultur" (zum Bauen und Wohnen nach 1945) und „Nachgemacht – Spielkopien aus der DDR“ anzusehen. Letztere hat an besagtem Sonntag letztmalig geöffnet und ist wirklich sehenswert. Ausgestellt sind von Michael Geithner und Martin Thiele aus Berlin gesammelte Gesellschaftsspiele, die – weil man sie in der DDR nicht kaufen konnte – meist westdeutschen Vorbildern nachempfunden und oft abgewandelt und weiterentwickelt wurden.Vor allem jedoch kann man beim Tag der Ideen verschiedene Initiativen, Vereine und Projekte kennenlernen, die sich mit Architekturvermittlung, Stadtgestaltung und dem Thema Nachhaltigkeit beschäftigen und mit den Akteuren ins Gespräch kommen. Mit dabei sind z.B. der ufer-Projekte e. V., der in der Johannstadt einen Bürgergarten eröffnet hat, die Umundu-Initiative für nachhaltigen Konsum, die Löbtauer Initiative „Repaircafé“ und Macher des Seniorenradios der SAEK. Des Weiteren gibt es eine Fülle von Angeboten zum Thema Stadtentwicklung und Architektur. Zum einen sind historische Dresden-Aufnahmen aus dem Archiv von Ernst Hirsch zu sehen, zum anderen wird die Veranstaltungsreihe „architektursommer dd“ vorgestellt. Deren Organisatoren die Dresdner für die zeitgenössische Architektur in ihrer Stadt begeistern möchten. Der Fotoklub Exakta, der sich seit Jahrzehnten mit Architekturfotografie beschäftigt, ist mit dabei, die Jugend Kunst Schule zeigt eine Ausstellung mit Ergebnissen des Ferienprojektes „Stadt gestalten“. In einer Führung durch das Martin-Andersen-Nexö-Gymnasium an der Haydnstraße 49 kann man die Verbindung von historischer und moderner Architektur in Augenschein nehmen. Und nicht zuletzt soll es Gelegenheit geben, in einem ungezwungenen Rahmen mit Fachleuten über die Vermittlung von Architektur und Stadtplanung zu diskutieren.

18-jährige drehen Charlie-Chaplin-Film nach

Sächsische Zeitung
Max Patzig

Das Budget war auf Taschengeldniveau, die technische Ausstattung nicht besonders umfangreich und das gesamte Filmteam ging während der Dreharbeiten noch zur Schule. Das unter solchen Voraussetzungen dennoch etwas entstehen kann, zeigt die Premiere des Kurzfilms „Folge Dani“ von zwei Schülern des Marie-Curie-Gymnasiums in dieser Woche. Ein Jahr lang haben Hans-Christian-Hegewald und Leonhard Junker an dem Projekt für den Kunstunterricht gearbeitet. „Unser Filmheld Dani ist ein Schüler, der mit jedem Schritt durch die Tür plötzlich woanders landet", sagt Hegewald. Unfreiwillig begibt sich die Figur so auf eine Reise, die sie immer wieder in komische und groteske Situationen bringt, die es zu meistern gilt. Schafft Dani das nicht, muss er sich eine neue Tür suchen. Mal steht er plötzlich in einer fremden Wohnung auf dem Tisch, dann sitzt er in einem Auto und hört zu, wie der Mafioso auf dem Fahrersitz von einem Mord erzählt. Die skurrile Geschichte ist jetzt im Kino der Johannstadthalle zu sehen.
Die jungen Produzenten Hans-Christian Hegewald und Leonhard Junker können das noch immer nicht fassen, denken inzwischen aber schon über den nächsten Film nach. Ihr Erstlingswerk soll an Charlie Chaplin erinnern. Dessen erster erfolgreicher und abendfüllender Film hieß „Der Vagabund und das Kind“ und erzählt von einem Mann auf Reisen, der einige Abenteuer bestehen muss. „Dieser großartige Komiker gab uns den Anstoß, auch Dani so auf Reisen zu schicken“, erzählt Hegewald. Wie Filmheld Dani wieder den Weg nach Hause findet, ist am Freitag in der Johannstadthalle zu sehen.